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In 5 Schritten zur Baugenehmigung für ein Minihaus

In vielen Ländern regelt das Baurecht, wie und wo gebaut werden darf. Damit das Amt prüfen kann, ob die baulichen Maßnahmen zulässig sind, muss vor Baubeginn in den meisten Fällen eine Baugenehmigung eingereicht werden. Damit du dich nicht im behördlichen WirrWarr verlierst, leiten wir dich in 5 Schritten durch den Genehmigungsprozess.


 

Building application for mini house Cabin One

Schritt 1 | Das passende Grundstück finden

Bevor du den Bauantrag einreichen kannst, benötigst du ein Grundstück. Dieses kannst du entweder kaufen oder mieten. Wenn du vorab bereits wissen möchtest, ob sich das gewünschte Grundstück für ein Minihaus eignet, kannst du eine Bauvoranfrage bei der Gemeinde einreichen und deine Bauabsichten ankündigen. Dafür benötigst du unter anderem den Flurplan, sowie einen Grundriss und Zeichnungen des Gebäudes. Ob sich ein Grundstück generell für ein Minihaus eignet, lässt sich anhand folgender Kriterien prüfen:

  • Es hat eine Mindestgröße von ca. 130 Quadratmetern
  • Als Bauland ausgewiesen
  • Bebauung mit Minihaus möglich (Festsetzungen eines Bebauungsplans werden eingehalten)
  • Ist bereits bzw. kann an öffentlichen Medien angeschlossen werden (Strom, Wasser und Abwasser, Internet)
  • Zugänglich für Tieflader und Kran

Hier kannst du nachlesen, wie du das passende Grundstück für dein Minihaus findest.

Schritt 2 | Bestandsplanung

Sobald du Eigentümer des Grundstücks bist, solltest du dir einen Überblick über vorhandene Pläne, Gutachten und Dokumente verschaffen, die vom Bauamt zum Erteilen der Baugenehmigung gefordert werden könnten:

  • Baugrundgutachten
  • Amtlicher Lageplan
  • Auszug aus dem Liegenschaftskataster
  • Grundbuchauszug
  • Rohrleitungspläne für Strom, Wasser, Abwasser

Schritt 3 | Architekten mit Planung beauftragen

Der Bauantrag darf von jeder bauvorlageberechtigten Person erstellt werden. Dies ist in der Regel ein in der Architektenkammer eingetragener Architekt. Unser Projektteam übernimmt diese Aufgabe gern. In einem ersten Gespräch mit dem Bauamt verschaffen wir uns einen Überblick über die Machbarkeit des Bauvorhabens und welche Forderungen es für den Bauantrag stellt. Anschließend erstellen wir in Absprache mit dir den Bauantrag. Dieser enthält:

  • Bauantrag, Baubeschreibung, Erhebungsbogen für die Bautätigkeitsstatistik und Ermittlung der Herstellungskosten
  • Auszug aus dem Liegenschaftskataster und amtlicher Lageplan
  • Bauzeichnungen (Objektbezogener Lageplan, Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Visualisierungen )
  • Nachweise der Bauvorlageberechtigung
  • u.u.  Baugrundgutachten, Betriebsbeschreibung (gewerbliche Nutzungen)

Schritt 4 | Fachplaner und Gutachter beauftragen


Je nach Grundstück kann die zuständige Baubehörde unterschiedliche Nachweise und Gutachten verlangen. Zum Beispiel Baugrundgutachten von Tragwerksplanern, amtlicher Lageplan vom Vermesser oder dergleichen. Wir empfehlen dir Gutachter in deiner Nähe, welche von dir beauftragt werden und anschließend die geforderten Gutachten erstellen.

Schritt 5 | Bauantrag einreichen

Sobald wir alle Unterlagen und Nachweise zusammengestellt haben, schicken wir dir den Bauantrag für dein Minimal Haus zu, damit du den Antrag mit deiner Unterschrift bestätigen und anschließend beim Bauamt einreichen kannst. Dann kommt die Zeit des Wartens: Wie lange das Zulassungsverfahren dauert, hängt von der zuständigen Behörde in den jeweiligen Bundesländern ab. Die meisten Baubehörden sind jedoch verpflichtet, innerhalb von 12 Wochen eine Stellungsnahme abzugeben. Bei Einhaltung der Bestimmungen von festgesetzten Bebauungsplänen kann man bereits nach einem Monat Wartezeit mit den Baumaßnahmen loslegen. Liegt kein Bebauungsplan vor, erhält man in der Regel nach 8-12- Wochen die Baufreigabe.


Checklist: Diese Unterlagen werden für den Bauantrag benötigt

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